Krisenvorsorge in Deutschland

Vorsorge-Maßnahmen und Expertenwissen für Privatpersonen, Familien und Unternehmen

Am Morgen des 3. Januar 2026 traf es Zehntausende Berliner Haushalte ohne Vorwarnung: Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke legte das Stromnetz im Südwesten der Stadt lahm. Rund 45.000 Haushalte und über 2.200 Betriebe blieben weitestgehend ohne Strom – mehr als 4 Tage bei winterlichen Temperaturen! Für viele war es die erste echte Begegnung mit dem, wovor Behörden seit Jahren warnen: der eigenen Unvorbereitetheit. 

Damit Sie besser vorbereitet sind, haben wir praktische Anleitungen für Sie zusammengestellt.

Warum Krisenvorsorge sinnvoll ist

Ob Blackout, Hochwasser, Lieferengpässe oder Extremwetter – entsprechende Szenarien treten in Deutschland regelmäßig auf, oft ohne Vorwarnung. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt deshalb seit Jahren, einen Notvorrat für möglichst 10 Tage anzulegen. Dennoch haben laut Studien nur rund 20 % der deutschen Haushalte einen solchen Vorrat zu Hause.

MKT ist als größter privater Rettungsdienst- und Krankentransportanbieter in Bayern seit über 40 Jahren im Einsatz – bei Großschadenslagen, Katastrophenschutz und Notfallrettung. Was unsere Expertinnen und Experten täglich erleben, fließt direkt in unsere Krisenvorsorge-Angebote ein: praxiserprobtes Wissen, das wirklich hilft. An dieser Stelle bieten wir Ihnen erste Einblicke, wie Sie sich gekonnt auf den Ernstfall vorbereiten. 

20 %
der deutschen Haushalte
haben einen Notvorrat
10 Tage
empfiehlt das BBK als
Mindestvorrat
40 Jahre
MKT-Erfahrung im
Katastrophenschutz

Welche Krisenszenarien sind in Deutschland realistisch?

Krisenvorsorge beginnt damit, mögliche Szenarien zu verstehen, die Sie in Mitleidenschaft ziehen könnten. Keines der im Folgenden genannten Szenarien ist unwahrscheinlich, denn alle haben Deutschland in den vergangenen Jahren getroffen:

  • Stromausfall: Großflächige Ausfälle können Infrastruktur, Kommunikation und Versorgung lahmlegen. Pumpen, Heizungen und Kassen hören beispielsweise auf zu funktionieren.
  • Hochwasser: Wie das Ahrtal 2021 gezeigt hat, können Überschwemmungen innerhalb von Stunden ganze Regionen unzugänglich machen.
  • Extremwetter: Unwetter, Schneefall, Stürme und orkanartige Winde können Leitungen, Straßen und Gebäude beschädigen und Evakuierungen notwendig machen.
  • Versorgungsunterbrechungen: Lieferkettenprobleme, Streiks oder Pandemien können Regale leeren und die Grundversorgung gefährden.
  • Evakuierung: Bombenentschärfungen, Chemieunfälle oder Naturkatastrophen können Menschen zwingen, ihre Häuser innerhalb kürzester Zeit zu verlassen.
  • Gesundheitliche Krisen: Mögliche Pandemien oder Krankenhausüberlastungen machen eine eigenständige Erstversorgung und Medikamentenvorräte wichtiger denn je.

Welche Vorräte sollten Sie zu Hause haben?

Wer in Notsituationen handlungsfähig bleiben will, legt die Grundlagen, bevor Krisen und Katastrophen aufkommen. Das BBK empfiehlt Notvorräte für möglichst 10 Tage pro Person. 

Hier die wichtigsten Bereiche im Überblick:

Lebensmittel & Wasservorrat

  • Mind. 2 Liter Koch- und Trinkwasser pro Person und Tag (also 20 Liter für 10 Tage)
  • Lang haltbare Lebensmittel: Konserven, Hülsenfrüchte, Trockenprodukte, Müsli
  • Manuelle Dosenöffner, Besteck
  • Campingkocher oder gasbetriebener Herd als Kochalternative, die batterie - und stromlos funktioniert

Hausapotheke & Hygiene

  • Vorrat an regelmäßig benötigten Medikamenten (für mindestens 2 Wochen)
  • Erste-Hilfe-Set inklusive Verbandsmaterial, Fieberthermometer, Schmerzmittel
  • Hygieneartikel: Desinfektionsmittel, feuchte Tücher, Toilettenpapier

Bargeld & Kommunikation

  • Bargeld in kleinen Scheinen und Münzen, da EC-Geräte bei Stromausfall ausfallen können
  • Kurbelradio oder Batterieradio für Notfallinformationen
  • Geladene Powerbank und Ersatzbatterien
  • Wichtige Notfallnummern auf Papier notiert – nicht nur digital gespeichert
Tipp💡: Sie müssen Ihren Notvorrat nicht auf einmal anlegen. Ergänzen Sie Ihren „lebenden Vorrat" beim regulären Einkauf mit dem, was Sie ohnehin verbrauchen. So entstehen für die Bevorratung kaum Extrakosten.

Notfallplanung: Was tun, wenn der Krisenfall eintritt?

Material und Ausstattung allein reichen nicht. Wer vorher klar definiert hat, wer was wann tut, handelt in einer Krisensituation ruhiger und effektiver.

Drei Bausteine sind zentral:

1
Familien-Notfallplan
Legen Sie in einer Checkliste fest: Wo ist ein Treffpunkt, wenn das Haus nicht erreichbar ist? Wer kümmert sich um Kinder, ältere oder pflegebedürftige Angehörige? Wer verfügt über welche Fähigkeiten (z.B. Erste Hilfe, technisches Know-how)?
2
Dokumentensicherung
Personalausweis, Reisepass, Versicherungsunterlagen, Impfpass und Geburtsurkunden sollten in einer wasserdichten Hülle griffbereit sein. Idealerweise sollten Kopien an einem zweiten Aufbewahrungsort vorliegen.
3
Kommunikationsplan
Einigen Sie sich auf einen geeigneten Kommunikationsweg und externe Kontaktpersonen außerhalb Ihres Wohnorts. Bei lokalen Krisen ist es oft einfacher, überregional zu telefonieren. Informieren Sie Nachbarinnen und Nachbarn. Gegenseitige Hilfe ist im Ernstfall oft entscheidend.

Notfallausrüstung: Der Notfallrucksack

Für Evakuierungen oder längere Abwesenheit von Zuhause ist ein gepackter Notfallrucksack unverzichtbar. Er sollte griffbereit stehen und alles enthalten, was für die ersten 72 Stunden benötigt wird: Wasserfilter, Trinkflasche, Erste-Hilfe-Set mit langer Haltbarkeit, Taschenlampe, Kurbelradio, Wärmedecke, Regencape, Shelter, Multifunktionswerkzeug, Feuerstahl, Signalpfeife, Kopien wichtiger Dokumente und Bargeld sowie Medikamente und Hygieneartikel für 3 Tage.

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Handeln in Notsituationen: Ruhe, Resilienz, Kommunikation

Im Notfall zählt es vor allem, einen klaren Kopf zu bewahren. Deshalb macht es Sinn, sich in Ruhe mit den wichtigsten Abläufen vertraut zu machen: Wo ist der Feuerlöscher, wie funktioniert er und welche Notrufnummern gibt es? Wer die Basics kennt, kann im Ernstfall ruhiger reagieren und Panik vermeiden.

Grundregeln im Ernstfall:

Offizielle Kanäle nutzen – ARD, ZDF, lokale Rundfunkanstalten und Behörden-Apps (z. B. NINA-Warn-App) sind die zuverlässigsten Informationsquellen.
Gerüchten und Social-Media-Meldungen nicht blind vertrauen!
Nachbarschaftshilfe aktiv anbieten und annehmen – lokale Netzwerke retten Leben.
Hilfsbedürftige nicht alleinlassen, zum Beispiel ältere Menschen, Kinder und Personen mit Einschränkungen.

Krisenvorsorge für Unternehmen: Resilienz als Wettbewerbsvorteil

Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen – besonders solche der kritischen Infrastruktur (KRITIS) – sind auf Krisenvorsorge angewiesen. Ein Ausfall der IT-Systeme, eine Evakuierung des Betriebsgeländes oder der Ausfall von Lieferketten kann existenzbedrohend sein.

Effektive Krisenvorsorge für Unternehmen umfasst:

  • Business Continuity Management(BCM): Welche Prozesse müssen im Notfall aufrechterhalten werden?
  • Mitarbeiterschulungen, damit alle Beschäftigten ihre Rollen in der Krisenzeit kennen
  • Szenariobasierte Übungen, bei denen reale Krisenszenarien simuliert und ausgewertet werden
  • Klare Kommunikationsketten: Wer informiert wen, auf welchem Weg?

Krisenvorsorge lernen und umsetzen: Gut vorbereitet mit den Angeboten von MKT

MKT ist seit über 40 Jahren im Katastrophenschutz und Rettungsdienst aktiv – als größter privater Anbieter in Bayern mit eigenem Fuhrpark und Schnelleinsatzgruppen.

Unser Wissen geben wir in praxisnahen Formaten weiter:

Onlinekurs Krisenvorsorge

In 8 Videolektionen, mit interaktivem Quiz zum Üben, lernen Sie alles, was Sie für den Ernstfall wissen müssen. Zusätzlich erhalten Sie einen 38-seitigen Ratgeber zum Ausdrucken und Nachlesen inklusive Abschlusszertifikat – kompaktes Wissen für den Einstieg, jederzeit abrufbar.

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Präsenzkurse zur Krisenvorsorge

Ganztägige Praxisschulung in München oder Lampferding: Gruppenübungen, reale Szenarien und persönliche Betreuung durch Katastrophenschutz-Experten.

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Individuelle Schulungen für Ihr Team, vor Ort in Ihrem Unternehmen oder in unseren Lehrsälen. Zertifiziert, szenariobasiert, auf Ihre Branche zugeschnitten!

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Bereit, sich vorzubereiten?

Ob Onlinekurs, Präsenzschulung oder Notfallrucksack: Wir helfen Ihnen, die richtige Lösung für Ihre Situation zu finden.

Häufige Fragen zur Krisenvorsorge

Was sollte man zu Hause haben, wenn eine Krise oder Katastrophe ausbricht?

Das BBK empfiehlt für den Krisenfall: Koch- und Trinkwasservorrat (2 Liter pro Person/Tag), haltbare Lebensmittel für idealerweise 10 Tage, Bargeld, Kerzen, ein Batterieradio, wichtige Dokumente in Kopie sowie einen Erste-Hilfe-Kasten. Hinzu kommen Medikamente, Wärmedecken und ein Kommunikationsplan für die ganze Familie.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt pro Person einen Vorrat für möglichst 10 Tage. Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gibt folgende Beispiel-Mengen an: 20 Liter Wasser, 3,3 kg Getreideprodukte, 4 kg Gemüse und 2,5 kg Milcherzeugnisse. Weitere Mengenangaben finden Sie im Vorratskalkulator.

Eine allgemeine Empfehlung lautet, mindestens 50 bis 100 Euro in kleinen Scheinen und Münzen pro Haushalt griffbereit zu halten. Bei einem Stromausfall können Kartenzahlungen und Geldautomaten ausfallen. Wer auf mehr Sicherheit setzt, hat einen Vorrat für 1 bis 2 Wochen zu Hause und bewahrt ihn an einem diebstahlsicheren Ort auf.

Für 14 Tage ohne Strom braucht es pro Person: 28 Liter Trinkwasser, ausreichend haltbare Lebensmittel (Konserven, Trockenware), einen Campingkocher mit Brennstoff, Kerzen und Taschenlampen, ein Kurbelradio, Bargeld, Medikamente, Hygieneartikel sowie Wärme (Decken, ggf. Camping-Heizung). Ein gepackter Notfallrucksack ergänzt die häusliche Vorbereitung sinnvoll.

Weitere Informationen und Kontakt

MKT-Institut für Notfallmedizin- und Katastrophenschutzausbildung in Bayern gGmbH
Krisenvorsorge

Anschrift

Reichenhaller Str. 8, 81547 München

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