Blackout, Extremwetter, Starkregen, Stürme – die Bedrohungen unserer Zeit sind vielfältig. Daher fühlen sich viele Menschen unsicher: Wie verhalte ich mich, wenn der Strom ausfällt? Was kann ich tun, wenn Wetterkatastrophen nahen? Wie helfe ich meiner Familie im Notfall richtig?
Genau diese Fragen standen im Mittelpunkt des Krisenvorsorgekurses, den wir gemeinsam mit der Gemeinde Karlshuld durchgeführt haben. Mit etwa 80 Teilnehmenden und großem Interesse der Bevölkerung haben wir gezeigt, dass Krisenvorsorge nicht paranoid ist, Krisenvorsorge ist klug.
Karlshuld macht es vor
Mit dem Pilot-Lehrgang ist Karlshuld ein Vorreiter. Als erste bayerische Kommune hat die Gemeinde einen strukturierten Selbsthilfekurs angeboten, der Bürgerinnen und Bürgern nicht Angst macht, sondern Handlungsfähigkeit schult. Dabei war der Kurs kein trockener Vortrag sondern praktisch, verständlich und direkt auf die Realität der Umgebung zugeschnitten.
Wir präsentierten Szenarien, die jederzeit eintreten können: Ein Blackout, der Tage andauert. Ein Hochwasser nach Starkregen. Ein Sturm, der Kommunikationsnetze lahmlegt. Wir zeigten, dass es sich mit einfachen Mitteln vorbereiten lässt, ohne den Alltag zu verändern.
Hilfe zur Selbsthilfe
Unsere Philosophie beim MKT ist klar: Im Ernstfall dauert es, bis professionelle Hilfe in den einzelnen Haushalten eintrifft. Daher ist es essenziell, dass erste Hilfe von jeder Person selbst kommt und von den Menschen um sie herum.
Das bedeutet konkret:
- Notfallrucksack zusammenstellen (Wasser, lange haltbare Lebensmittel, Erste-Hilfe-Material, Taschenlampen, Batterien)
- Wichtige Dokumente griffbereit haben
- Die Familie auf verschiedene Szenarien vorbereiten
- Mit Nachbarn absprechen, wer wen unterstützen kann
- Informationen dezentral speichern (Papier statt nur digital)
Es sind keine großen oder teuren Maßnahmen, sondern vielmehr das aktive Übernehmen von Verantwortung für sich selbst und die eigene Familie.
Mehr als nur Vorbereitung
Was uns beim Kurs in Karlshuld besonders gefreut hat: Die Teilnehmenden waren keineswegs passiv. Sie stellten interessierte Fragen, erarbeiteten gemeinsam Lösungen, diskutierten, was für ihre Familie konkret sinnvoll ist.
Ein besonderer Punkt war auch die Rolle der Maurus-Gerle-Schule als zentraler Anlaufpunkt im Krisenfall. Infrastruktur, die auch bei Stromausfall funktioniert, ist in Krisensituationen Gold wert. Hier können sich Bürgerinnen und Bürger informieren, wichtige Dinge erledigen und zusammenfinden statt isoliert zu Hause zu sitzen.
Warum das MKT solche Kurse anbietet
Für uns als Rettungsdienst ist klar, dass Prävention besser ist als Reaktion. Je besser die Bevölkerung vorbereitet ist, desto besser können wir auch im Ernstfall helfen. Menschen, die wissen, wie man Erste Hilfe leistet, richtig reagiert und sich selbst organisiert, entlasten nicht nur Rettungsdienste – sie retten auch Leben.
Deswegen haben wir gemeinsam mit dem MHW Deutschland unser Krisenvorsorge-Programm weiterentwickelt. Deswegen sprechen wir über Themen, die manchem Angst machen – weil Aufklärung die beste Vorsorge ist.
Der Kurs in Karlshuld war ein Anfang. Wir sind gespannt auf weitere Gemeinden, die sich diesem wichtigen Thema annehmen.
Du interessierst dich auch für Krisenvorsorge? Unser Online-Kurs „Krisenvorsorge – Dein Wegweiser im Not- und Katastrophenfall“ vermittelt dir alles Wichtige – flexibel, jederzeit, in deinem Tempo. Informationen findest du hier.
Oder hast du Fragen? Schreib uns – wir helfen gerne weiter!
Autor
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Teresa Gunsch unterstützt seit Februar 2025 die Unternehmenskommunikation der MKT Firmengruppe. Ihr Schwerpunkt liegt auf der digitalen Kommunikation, Social Media, Nachhaltigkeitsthemen sowie der redaktionellen Begleitung des operativen Tagesgeschehens.
Sie studierte Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Neue Medien und
absolviert derzeit einen Master of Science an der Tomorrow University mit Fokus auf Sustainability, Innovation and Technology. Ihr Studienschwerpunkt liegt im Bereich Data Driven Social Innovation.Seit Dezember 2025 ist sie zudem als Sanitätshelferin tätig und erhält dadurch
praktische Einblicke in die Abläufe des Rettungs- und Sanitätsdienstes.Themenschwerpunkte:
• Social Media & Öffentlichkeitsarbeit
• Einblicke in den Einsatzalltag
• Nachhaltigkeit im Rettungsdienst
• Organisationsentwicklung
